ROAS berechnen: Formel, Break-even und Rechner

Der ROAS zeigt den Umsatz pro Werbe-Euro. Formel, Break-even-ROAS nach Marge, Unterschied zum ROI und ein Rechner zum direkten Ausprobieren.

Inhalt 7 Abschnitte
  1. Was ist der ROAS?
  2. Wie berechnet man den ROAS?
  3. Welcher ROAS ist gut?
  4. Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
  5. Wie verbessert man den ROAS?
  6. Häufige Fragen
  7. Fazit

Der ROAS (Return on Ad Spend) zeigt, wie viel Umsatz jeder in Werbung investierte Euro einbringt. Er berechnet sich als Umsatz geteilt durch die Werbekosten. Ein ROAS von 4 bedeutet: Aus einem Euro Werbebudget wurden vier Euro Umsatz.

Grafik zur Kennzahl Return on Ad Spend (ROAS)

Was ist der ROAS?

Der ROAS ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Performance-Marketing, etwa bei Google Ads oder Social-Media-Werbung. Er beantwortet eine einfache Frage: Bringt eine Kampagne mehr Umsatz, als sie kostet – und wie viel mehr?

Der ROAS wird entweder als Faktor angegeben (4) oder in Prozent (400 %). Gemeint ist dasselbe.

Wie berechnet man den ROAS?

ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten

Beispiel: Sie investieren 500 Euro in eine Kampagne und erzielen damit 2.000 Euro Umsatz. Der ROAS liegt bei 4.

ROAS-Rechner

Geben Sie Umsatz und Werbekosten ein.

Welcher ROAS ist gut?

Es gibt keinen allgemein guten ROAS. Ob sich eine Kampagne lohnt, hängt von Ihrer Marge ab. Der Break-even-ROAS zeigt, ab wann die Werbung ihre Kosten deckt:

Break-even-ROAS = 1 ÷ Marge
MargeBreak-even-ROASBedeutung
50 %2Ab 2 Euro Umsatz pro Werbe-Euro trägt sich die Kampagne
30 %3,3Typisch für viele Onlineshops
20 %5Bei knappen Margen muss der ROAS hoch sein

Ein ROAS von 4 kann also für einen Shop mit 50 Prozent Marge sehr gut und für einen mit 20 Prozent Marge ein Verlustgeschäft sein.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

KennzahlBerechnungAussage
ROASUmsatz ÷ WerbekostenWie effizient eine Werbemaßnahme Umsatz erzeugt
ROIGewinn ÷ GesamtinvestitionOb sich eine Investition insgesamt lohnt

Wie verbessert man den ROAS?

  1. Umsatz richtig erfassen: Ohne korrekt übermittelte Conversion-Werte ist jeder ROAS geraten.
  2. Budget umschichten: Mehr Budget für Kampagnen und Produkte mit hohem ROAS, weniger für schwache.
  3. Streuverluste senken: Negative Keywords und eine genaue Zielgruppenausrichtung.
  4. Conversion-Rate steigern: Bessere Zielseiten wirken direkt auf den ROAS.
  5. Gebotsstrategie nutzen: Mit „Ziel-ROAS“ steuert Google Ads die Gebote auf einen gewünschten Wert, sobald genug Daten vorliegen.

Häufige Fragen

Ist ein ROAS unter 1 immer schlecht?

Kurzfristig bedeutet er, dass die Werbung mehr kostet, als sie direkt einbringt. Bei Neukunden mit hohem Wiederkaufwert kann das trotzdem sinnvoll sein – dann zählt der Wert über die gesamte Kundenbeziehung.

Rechnet man mit Brutto- oder Nettoumsatz?

Wichtig ist vor allem, einheitlich zu rechnen. Für die Frage nach der Wirtschaftlichkeit eignet sich der Nettoumsatz besser.

Fazit

Der ROAS zeigt schnell, ob Werbung Umsatz bringt. Wirklich aussagekräftig wird er erst zusammen mit der eigenen Marge. Wer Anfragen statt Verkäufe gewinnt, braucht zusätzlich einen Wert pro Anfrage – oder setzt auf den CPA. Weitere Kennzahlen finden Sie im Eintrag zu den Key Performance Indicators.

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