Conversion-Rate berechnen: Formel, Beispiele, Optimierung
Die Conversion-Rate zeigt, wie viele Besucher zu Anfragen oder Käufen werden. Formel, Einordnung, verwandte Kennzahlen und Hebel zur Verbesserung.
Inhalt 7 Abschnitte
Die Conversion-Rate gibt an, wie viel Prozent der Besucher oder Klicks zu einer gewünschten Handlung führen – etwa einer Anfrage, einem Kauf oder einer Anmeldung. Sie berechnet sich als Zahl der Conversions geteilt durch die Zahl der Besucher, mal 100.
Was ist die Conversion-Rate?
Die Conversion-Rate zeigt, wie gut eine Seite, eine Anzeige oder ein ganzer Funnel Interesse in Handlung verwandelt. Was als Conversion zählt, legen Sie selbst fest. Wichtig ist, dass die Definition zum Geschäftsziel passt.
Wie berechnet man die Conversion-Rate?
Conversion-Rate = Conversions ÷ Besucher × 100
Beispiel: Eine Landingpage hat im Monat 4.000 Besucher, 120 davon senden eine Anfrage. Die Conversion-Rate beträgt 3 Prozent.
In Google Ads wird die Conversion-Rate auf Basis der Interaktionen berechnet, bei Suchanzeigen also der Klicks. In der Webanalyse dient meist die Zahl der Sitzungen oder Nutzer als Grundlage. Vergleichen Sie deshalb nur Werte mit derselben Basis.
Welche Conversion-Rate ist gut?
Allgemeine Durchschnittswerte helfen wenig, weil Branche, Angebot, Preis, Traffic-Quelle und die Art der Conversion die Rate stark beeinflussen. Eine kostenlose Ersteinschätzung konvertiert anders als ein Kauf für mehrere tausend Euro.
Aussagekräftiger sind drei Vergleiche: mit den eigenen Werten aus früheren Zeiträumen, zwischen verschiedenen Kampagnen oder Seiten und zwischen den Stufen eines Funnels.
Wie verbessert man die Conversion-Rate?
- Passenden Traffic gewinnen: Keywords mit klarer Suchabsicht und konsequente Ausschlüsse bringen Besucher, die wirklich etwas brauchen.
- Versprechen halten: Die Landingpage greift genau auf, was in der Anzeige stand.
- Einen klaren nächsten Schritt anbieten: Ein eindeutiger Call to Action statt vieler gleichrangiger Optionen.
- Hürden senken: Weniger Pflichtfelder, schnelle Ladezeit und Vertrauenssignale wie Bewertungen oder Ansprechpartner.
- Nutzen vor Kontakt: Interaktive Inhalte wie Rechner oder Checks liefern erst ein Ergebnis und fragen dann nach dem Kontakt.
- Testen: Mit A/B-Tests prüfen Sie, welche Variante besser funktioniert.
Verwandte Kennzahlen
| Kennzahl | Formel | Zusammenhang |
|---|---|---|
| CTR | Klicks ÷ Impressionen | Wie viele die Anzeige anklicken |
| CPC | Kosten ÷ Klicks | Was ein Besucher kostet |
| CPA | CPC ÷ Conversion-Rate | Was eine Conversion kostet |
| ROAS | Umsatz ÷ Werbekosten | Was ein Werbe-Euro einbringt |
Häufige Fragen
Ist eine hohe Conversion-Rate immer gut?
Nicht zwingend. Wer die Hürde sehr niedrig ansetzt, bekommt viele Conversions, aber womöglich wenige Kunden. Bewerten Sie die Rate immer zusammen mit der Qualität der Anfragen.
Warum unterscheiden sich die Werte in Google Ads und Analytics?
Weil beide Systeme unterschiedlich zählen: Google Ads bezieht sich auf Klicks und ordnet Conversions dem Klickzeitpunkt zu, Analytics meist auf Sitzungen und den Zeitpunkt der Conversion.
Fazit
Die Conversion-Rate zeigt, wie gut aus Besuchern Anfragen werden. Am meisten lernen Sie, wenn Sie sie Stufe für Stufe messen und mit der Qualität der Anfragen verbinden. Die technische Grundlage dafür ist sauberes Conversion-Tracking.