Google Ads (früher AdWords): Funktionsweise, Kosten, Start

Was ist Google Ads? Wie die Anzeigenauktion funktioniert, welche Kampagnentypen es gibt, was Klicks kosten und wie Sie richtig starten.

Inhalt 9 Abschnitte
  1. Was ist Google Ads?
  2. Wie funktioniert Google Ads?
  3. Welche Kampagnentypen gibt es?
  4. Was kostet Google Ads?
  5. Wie startet man mit Google Ads?
  6. Häufige Fehler
  7. Häufige Fragen
  8. Fazit
  9. Quellen

Google Ads ist die Werbeplattform von Google. Unternehmen schalten damit Anzeigen in der Google-Suche, auf YouTube, in Gmail, auf Google Maps und auf Millionen Partner-Websites. Bis Juli 2018 hieß die Plattform Google AdWords.

Was ist Google Ads?

Google Ads ist das Werbesystem hinter den Anzeigen, die über und unter den normalen Suchergebnissen erscheinen und als „Gesponsert“ gekennzeichnet sind. Werbetreibende legen fest, bei welchen Suchanfragen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten ihre Anzeigen erscheinen sollen, und bezahlen in der Regel nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt.

Google startete AdWords im Oktober 2000. Im Juli 2018 wurde die Plattform in Google Ads umbenannt, weil sie längst weit mehr umfasste als Textanzeigen in der Suche.

Wie funktioniert Google Ads?

Bei jeder Suchanfrage findet eine Auktion statt. Google entscheidet in Sekundenbruchteilen, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Maßgeblich ist der sogenannte Anzeigenrang. Er hängt nicht nur vom Gebot ab, sondern auch von der Qualität der Anzeige und der Zielseite, vom Kontext der Suche und von der erwarteten Wirkung zusätzlicher Assets.

Deshalb kann eine gute, relevante Anzeige mit niedrigerem Gebot vor einer schlechten Anzeige mit höherem Gebot stehen. Der tatsächlich gezahlte Klickpreis liegt zudem oft unter dem Höchstgebot.

Welche Kampagnentypen gibt es?

KampagnentypWo die Anzeigen erscheinenTypisches Ziel
SucheGoogle-SuchergebnisseAnfragen und Verkäufe von Menschen, die aktiv suchen
Performance MaxAlle Google-Kanäle aus einer KampagneConversions mit möglichst viel Automatisierung
DisplayWebsites und Apps im Google-NetzwerkReichweite und Remarketing
Demand GenYouTube, Discover, GmailInteresse wecken mit Bild- und Videoanzeigen
VideoYouTubeBekanntheit und Reichweite
ShoppingProduktanzeigen in Suche und Shopping-TabVerkäufe im Onlinehandel

Was kostet Google Ads?

Es gibt kein Mindestbudget. Sie legen ein Tagesbudget fest und bezahlen meist pro Klick (CPC). Wie teuer ein Klick ist, hängt vor allem vom Wettbewerb ab: In umkämpften Branchen wie Recht, Versicherungen oder Finanzen sind Klickpreise von mehreren Euro üblich, in anderen Bereichen kosten Klicks nur wenige Cent.

Aussagekräftiger als der Klickpreis ist, was eine Anfrage oder ein Kunde kostet. Dafür gibt es Kennzahlen wie den CPA und den ROAS.

Wie startet man mit Google Ads?

  1. Ziel festlegen: Anfragen, Anrufe, Verkäufe oder Bekanntheit? Davon hängen Kampagnentyp und Gebotsstrategie ab.
  2. Conversion-Tracking einrichten: Ohne Conversion-Tracking weiß weder Google noch Sie, welche Klicks etwas bringen.
  3. Keywords recherchieren: Mit dem Keyword-Planer finden Sie Suchbegriffe, Suchvolumen und Klickpreise.
  4. Ausschlüsse anlegen: Negative Keywords verhindern, dass Budget für unpassende Suchen ausgegeben wird.
  5. Anzeigen und Zielseite abstimmen: Die Landingpage muss halten, was die Anzeige verspricht.
  6. Laufend auswerten: Suchbegriffe, Kosten pro Anfrage und Qualität der Anfragen regelmäßig prüfen und anpassen.

Häufige Fehler

  • Kein oder falsches Tracking: Wer nur Klicks misst, optimiert auf Besucher statt auf Kunden.
  • Zu breite Ausrichtung: Ohne Ausschlüsse landen viele Klicks bei Menschen, die etwas ganz anderes suchen.
  • Startseite als Zielseite: Eine allgemeine Startseite verliert Besucher, die eine konkrete Antwort erwarten.
  • Empfehlungen ungeprüft übernehmen: Die automatischen Vorschläge in Google Ads erhöhen oft vor allem die Ausgaben.

Häufige Fragen

Ist Google AdWords dasselbe wie Google Ads?

Ja. AdWords ist der alte Name, seit Juli 2018 heißt die Plattform Google Ads. Funktionen und Konten wurden übernommen.

Wie schnell bringt Google Ads Ergebnisse?

Anzeigen können schon kurz nach der Prüfung durch Google erscheinen. Bis eine Kampagne wirtschaftlich gut läuft, vergehen meist einige Wochen, weil Gebote, Keywords und Ausschlüsse erst anhand echter Daten optimiert werden.

Fazit

Google Ads ist der schnellste Weg, bei Suchanfragen sichtbar zu sein. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Klickpreis, sondern was am Ende pro Anfrage und pro Kunde herauskommt. Wir verbinden Anzeigen deshalb mit Zielseiten und Klickstrecken, die Anfragen qualifizieren – mehr dazu auf unserer Seite für Unternehmen. Für Kanzleien betreuen wir Google Ads über unsere Fachmarke SeoExperten.org.

Quellen

Oliver Godolt
Strategie, Paid Search & Skalierung

Oliver Godolt

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Schreibt über Google Ads, Lead-Gewinnung und skalierbare Prozesse.

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