Negative Keywords in Google Ads: Streuverluste vermeiden
Negative Keywords verhindern, dass Anzeigen bei unpassenden Suchen erscheinen. Keyword-Optionen, Ebenen und wie Sie die richtigen Ausschlüsse finden.
Inhalt 8 Abschnitte
Negative Keywords (auch auszuschließende Keywords) sind Suchbegriffe, bei denen Ihre Google-Ads-Anzeigen ausdrücklich nicht erscheinen sollen. Sie verhindern, dass Budget für Klicks von Menschen ausgegeben wird, die etwas anderes suchen.
Was sind negative Keywords?
Google zeigt Anzeigen nicht nur bei exakt den hinterlegten Keywords, sondern auch bei ähnlichen Suchanfragen. Das bringt Reichweite – aber auch Streuverluste. Eine Kanzlei für Arbeitsrecht, die auf „Anwalt Arbeitsrecht“ wirbt, erscheint ohne Ausschlüsse womöglich auch bei „Anwalt Arbeitsrecht Gehalt“ oder „Arbeitsrecht Studium“. Diese Menschen suchen keinen Anwalt, sondern einen Job oder Lernstoff.
Mit negativen Keywords schließen Sie solche Suchen gezielt aus. Das senkt die Kosten pro Anfrage und verbessert die Qualität der Klicks.
Welche Keyword-Optionen gibt es für Ausschlüsse?
| Option | Schreibweise | Wirkung am Beispiel „kostenlos“ |
|---|---|---|
| Weitgehend passend | kostenlos | Schließt Suchen aus, die das Wort enthalten, egal in welcher Reihenfolge |
| Passende Wortgruppe | "kostenlose beratung" | Schließt Suchen aus, die genau diese Wortfolge enthalten |
| Genau passend | [kostenlose beratung] | Schließt nur genau diese Suche aus |
Auf welchen Ebenen kann man ausschließen?
- Anzeigengruppe: für fein abgestimmte Ausschlüsse innerhalb einer Kampagne.
- Kampagne: für Begriffe, die zu keiner Anzeige der Kampagne passen.
- Listen: Sammlungen, die Sie mehreren Kampagnen zuweisen – etwa eine Liste „Jobsuche“.
- Konto: für Begriffe, die nirgends passen, zum Beispiel unseriöse oder rechtlich heikle Themen.
Auch für Performance-Max-Kampagnen lassen sich inzwischen Ausschlüsse hinterlegen.
Wie findet man die richtigen Ausschlüsse?
- Vor dem Start: Typische Streuverluste der Branche sammeln – etwa Job, Gehalt, Ausbildung, Studium, kostenlos, Muster, Vorlage oder Wikipedia.
- Suchbegriffe auswerten: Im Bericht „Suchbegriffe“ sehen Sie, bei welchen echten Suchen Ihre Anzeigen erschienen sind. Unpassende Begriffe direkt ausschließen.
- Regelmäßig wiederholen: Gerade in den ersten Wochen einer Kampagne wöchentlich, später monatlich.
- Konflikte prüfen: Google warnt, wenn ein Ausschluss eigene Keywords blockiert. Diese Hinweise ernst nehmen.
Häufige Fehler
- Gar keine Ausschlüsse: Der häufigste Grund für hohe Kosten bei wenig Anfragen.
- Zu breite Ausschlüsse: Wer „Anwalt“ in einer Anwaltskampagne ausschließt, blockiert sich selbst.
- Varianten vergessen: Einzahl, Mehrzahl und gängige Schreibweisen gehören zusammen auf die Liste.
- Einmal anlegen, nie prüfen: Suchverhalten ändert sich, Ausschlusslisten müssen mitwachsen.
Häufige Fragen
Wie viele negative Keywords sind sinnvoll?
Es gibt keine feste Zahl. Viele gut laufende Konten haben Hunderte Ausschlüsse. Entscheidend ist, dass sie aus echten Suchbegriffen abgeleitet sind.
Können negative Keywords schaden?
Ja, wenn sie relevante Suchen ausschließen. Prüfen Sie Ausschlüsse deshalb immer gegen Ihre eigenen Keywords und beobachten Sie nach Änderungen die Impressionen.
Fazit
Negative Keywords sind der einfachste Weg, ein Google-Ads-Budget effizienter einzusetzen. Wer regelmäßig die Suchbegriffe auswertet und konsequent ausschließt, zahlt weniger für Klicks, die ohnehin nie zu Anfragen geworden wären. Passende Keywords finden Sie mit dem Keyword-Planer.