Consent Mode: Einwilligung für Google Ads und Analytics

Was ist der Consent Mode? Die vier Signale, einfacher und erweiterter Modus und was er für Messung, Remarketing und Smart Bidding in der EU bedeutet.

Inhalt 7 Abschnitte
  1. Warum der Consent Mode Pflicht ist
  2. Die vier Einwilligungssignale
  3. Einfacher und erweiterter Modus
  4. So richten Sie ihn ein
  5. Auswirkungen auf Kampagnen
  6. Fazit
  7. Quellen

Der Consent Mode (Einwilligungsmodus) ist ein Verfahren von Google, mit dem eine Website die Einwilligungsentscheidung ihrer Besucher an Google-Dienste wie Google Ads und Google Analytics übermittelt. Die Dienste passen ihr Verhalten daran an – und für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum ist er Voraussetzung für vollständige Messung und Remarketing.

Seit März 2024 verlangt Google für Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, dass Einwilligungssignale übermittelt werden. Fehlen sie, kann Google Daten dieser Nutzer nicht für personalisierte Werbung verwenden, Remarketing-Listen werden nicht mehr befüllt, und die Messung von Conversions wird lückenhaft. Für Werbetreibende in Deutschland führt daran praktisch kein Weg vorbei.

Die vier Einwilligungssignale

SignalBedeutung
ad_storageDürfen Werbe-Cookies gespeichert werden?
analytics_storageDürfen Analyse-Cookies gespeichert werden?
ad_user_dataDürfen Nutzerdaten für Werbezwecke an Google gesendet werden?
ad_personalizationDarf Werbung personalisiert werden, etwa für Remarketing?

Die beiden letzten Signale kamen 2024 mit dem sogenannten Consent Mode v2 dazu.

Einfacher und erweiterter Modus

Einfacher ModusErweiterter Modus
Ohne EinwilligungGoogle-Tags werden gar nicht geladenTags laden, senden aber nur cookielose, datensparsame Signale
Lücken in der MessungWerden grob geschätztWerden mit Modellen genauer geschätzt
DatenschutzStrengerMuss rechtlich sorgfältig geprüft werden

So richten Sie ihn ein

  1. Einwilligungsbanner wählen: Viele Anbieter von Consent-Management-Plattformen unterstützen den Consent Mode direkt.
  2. Standardwerte setzen: Vor jeder Entscheidung gelten alle Signale als „verweigert“.
  3. Entscheidung weitergeben: Nach Zustimmung oder Ablehnung aktualisiert das Banner die Signale.
  4. Prüfen: In Google Ads und Google Analytics zeigen Diagnosen, ob Einwilligungssignale ankommen. Mit dem Google Tag Manager lässt sich die Einrichtung testen.

Auswirkungen auf Kampagnen

  • Weniger gemessene Conversions: Ein Teil wird nur noch modelliert. Vergleiche mit Zeiträumen vor der Umstellung hinken.
  • Kleinere Remarketing-Listen: Nur Besucher mit Einwilligung landen darin – siehe Remarketing.
  • Weniger Signale für Smart Bidding: Umso wichtiger sind eigene Daten aus dem CRM – siehe Offline-Conversions.

Fazit

Der Consent Mode verbindet Einwilligungsbanner und Google-Dienste. Ohne ihn fehlen in der EU wichtige Daten für Messung, Remarketing und automatische Gebote. Richtig eingerichtet, bleibt die Messung so vollständig wie rechtlich möglich. Mehr zur Messung im Eintrag zum Conversion-Tracking.

Quellen

Oliver Godolt
Strategie, Paid Search & Skalierung

Oliver Godolt

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Schreibt über Google Ads, Lead-Gewinnung und skalierbare Prozesse.

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