KI-Crawler: GPTBot, ClaudeBot & Co. richtig steuern
Was sind KI-Crawler? Welche Bots Inhalte für Training, Suche oder Nutzerabrufe holen und wie Sie sie per robots.txt gezielt steuern.
Inhalt 7 Abschnitte
KI-Crawler sind Programme von KI-Anbietern wie OpenAI, Google, Anthropic oder Perplexity, die Websites automatisch abrufen. Je nach Crawler werden die Inhalte für das Training von KI-Modellen genutzt, für die Websuche in KI-Assistenten oder für einen einzelnen Abruf, den ein Nutzer ausgelöst hat.
Was sind KI-Crawler?
Klassische Suchmaschinen-Crawler wie der Googlebot erfassen Seiten, damit sie in den Suchergebnissen erscheinen. KI-Crawler arbeiten ähnlich, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Viele Anbieter trennen ihre Crawler deshalb inzwischen nach Aufgabe – und genau diese Trennung ist für Website-Betreiber wichtig.
Welche Arten von KI-Crawlern gibt es?
| Zweck | Was passiert mit den Inhalten | Beispiele |
|---|---|---|
| Training | Inhalte fließen in das Training künftiger KI-Modelle ein | GPTBot, ClaudeBot, CCBot |
| Suche | Seiten werden erfasst, damit KI-Assistenten sie als Quelle nennen können | OAI-SearchBot, PerplexityBot |
| Nutzerabruf | Ein Nutzer bittet die KI, eine bestimmte Seite zu lesen | ChatGPT-User |
| Steuerung der Nutzung | Kein eigener Crawler, sondern ein Kennzeichen, mit dem man die Nutzung für KI-Modelle erlaubt oder untersagt | Google-Extended, Applebot-Extended |
Wie steuert man KI-Crawler?
Die wichtigste Stellschraube ist die robots.txt. Ein Beispiel, das Training ausschließt und Suche erlaubt:
User-agent: GPTBot
Disallow: /
User-agent: ClaudeBot
Disallow: /
User-agent: Google-Extended
Disallow: /
User-agent: *
Allow: /
Seriöse Anbieter halten sich an diese Regeln. Nicht jeder Crawler tut das aber. Wer sicher gehen will, prüft die Server-Logdateien und sperrt auffällige Zugriffe zusätzlich auf Serverebene.
Welche Strategie ist die richtige?
- Sichtbarkeit zuerst: Wer mit Inhalten Anfragen gewinnen will, sollte Such-Crawler zulassen. Für Ratgeber, Glossare und Portale ist die Nennung in KI-Antworten wertvoll.
- Schutz exklusiver Inhalte: Wer Inhalte verkauft, etwa Fachdatenbanken oder bezahlte Artikel, schließt Training und gegebenenfalls auch die Suche aus.
- Bewusst entscheiden: Wichtig ist, dass die Einstellung eine Entscheidung ist und nicht der Zufall einer alten robots.txt.
Häufige Fragen
Blockiert Google-Extended die Google-Suche oder die AI Overviews?
Nein. Google-Extended regelt nur die Nutzung für Googles Gemini-Modelle. Die AI Overviews basieren auf dem normalen Suchindex des Googlebot.
Was ist die llms.txt?
Ein Vorschlag für eine Datei, mit der Websites KI-Systemen eine kompakte Übersicht ihrer wichtigsten Inhalte geben. Sie ist bisher kein verbindlicher Standard, und große Anbieter haben ihre Nutzung nicht bestätigt.
Fazit
KI-Crawler entscheiden mit darüber, ob Ihre Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Die gute Nachricht: Mit wenigen Zeilen in der robots.txt lässt sich fein steuern, was erlaubt ist. Mehr dazu, wie KI-Systeme Quellen auswählen, lesen Sie im Eintrag zu GEO.