KI-Crawler: GPTBot, ClaudeBot & Co. richtig steuern

Was sind KI-Crawler? Welche Bots Inhalte für Training, Suche oder Nutzerabrufe holen und wie Sie sie per robots.txt gezielt steuern.

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Inhalt 7 Abschnitte
  1. Was sind KI-Crawler?
  2. Welche Arten von KI-Crawlern gibt es?
  3. Wie steuert man KI-Crawler?
  4. Welche Strategie ist die richtige?
  5. Häufige Fragen
  6. Fazit
  7. Quellen

KI-Crawler sind Programme von KI-Anbietern wie OpenAI, Google, Anthropic oder Perplexity, die Websites automatisch abrufen. Je nach Crawler werden die Inhalte für das Training von KI-Modellen genutzt, für die Websuche in KI-Assistenten oder für einen einzelnen Abruf, den ein Nutzer ausgelöst hat.

Was sind KI-Crawler?

Klassische Suchmaschinen-Crawler wie der Googlebot erfassen Seiten, damit sie in den Suchergebnissen erscheinen. KI-Crawler arbeiten ähnlich, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Viele Anbieter trennen ihre Crawler deshalb inzwischen nach Aufgabe – und genau diese Trennung ist für Website-Betreiber wichtig.

Welche Arten von KI-Crawlern gibt es?

ZweckWas passiert mit den InhaltenBeispiele
TrainingInhalte fließen in das Training künftiger KI-Modelle einGPTBot, ClaudeBot, CCBot
SucheSeiten werden erfasst, damit KI-Assistenten sie als Quelle nennen könnenOAI-SearchBot, PerplexityBot
NutzerabrufEin Nutzer bittet die KI, eine bestimmte Seite zu lesenChatGPT-User
Steuerung der NutzungKein eigener Crawler, sondern ein Kennzeichen, mit dem man die Nutzung für KI-Modelle erlaubt oder untersagtGoogle-Extended, Applebot-Extended

Wie steuert man KI-Crawler?

Die wichtigste Stellschraube ist die robots.txt. Ein Beispiel, das Training ausschließt und Suche erlaubt:

User-agent: GPTBot
Disallow: /

User-agent: ClaudeBot
Disallow: /

User-agent: Google-Extended
Disallow: /

User-agent: *
Allow: /

Seriöse Anbieter halten sich an diese Regeln. Nicht jeder Crawler tut das aber. Wer sicher gehen will, prüft die Server-Logdateien und sperrt auffällige Zugriffe zusätzlich auf Serverebene.

Welche Strategie ist die richtige?

  • Sichtbarkeit zuerst: Wer mit Inhalten Anfragen gewinnen will, sollte Such-Crawler zulassen. Für Ratgeber, Glossare und Portale ist die Nennung in KI-Antworten wertvoll.
  • Schutz exklusiver Inhalte: Wer Inhalte verkauft, etwa Fachdatenbanken oder bezahlte Artikel, schließt Training und gegebenenfalls auch die Suche aus.
  • Bewusst entscheiden: Wichtig ist, dass die Einstellung eine Entscheidung ist und nicht der Zufall einer alten robots.txt.

Häufige Fragen

Blockiert Google-Extended die Google-Suche oder die AI Overviews?

Nein. Google-Extended regelt nur die Nutzung für Googles Gemini-Modelle. Die AI Overviews basieren auf dem normalen Suchindex des Googlebot.

Was ist die llms.txt?

Ein Vorschlag für eine Datei, mit der Websites KI-Systemen eine kompakte Übersicht ihrer wichtigsten Inhalte geben. Sie ist bisher kein verbindlicher Standard, und große Anbieter haben ihre Nutzung nicht bestätigt.

Fazit

KI-Crawler entscheiden mit darüber, ob Ihre Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Die gute Nachricht: Mit wenigen Zeilen in der robots.txt lässt sich fein steuern, was erlaubt ist. Mehr dazu, wie KI-Systeme Quellen auswählen, lesen Sie im Eintrag zu GEO.

Quellen

Christian Hollmann
Search, GEO & Informationsarchitektur

Christian Hollmann

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Verantwortet die Sichtbarkeit unserer Portale in Google und KI-Suchsystemen.

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