Google Unternehmensprofil erstellen: So geht es Schritt für Schritt
Das frühere Google My Business heißt heute Google Unternehmensprofil. So legen Sie es an, bestätigen es und machen daraus mit Beiträgen und Bewertungen einen Anfrage-Kanal.
Inhalt 9 Abschnitte

Wer nach einem Anbieter in der Nähe sucht, sieht in Google und Google Maps oft zuerst ein Unternehmensprofil – mit Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos. Das frühere „Google My Business“ heißt heute Google Unternehmensprofil und wird direkt in der Google-Suche und in Maps verwaltet. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie ein Profil anlegen und so pflegen, dass es Anfragen bringt.
Profil erstellen: Schritt für Schritt
- Google-Konto nutzen: Melden Sie sich mit einem Google-Konto an – am besten mit einer Adresse, die zum Unternehmen gehört, nicht mit einem privaten Konto.
- Unternehmen suchen oder anlegen: Unter google.com/business prüfen Sie, ob es schon einen Eintrag gibt. Bestehende Einträge lassen sich übernehmen, sonst legen Sie ein neues Profil an.
- Hauptkategorie wählen: Sie ist eines der wichtigsten Signale dafür, bei welchen Suchen Ihr Profil erscheint. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt, und ergänzen Sie passende weitere Kategorien.
- Adresse oder Einzugsgebiet angeben: Unternehmen mit Ladenlokal oder Büro geben die Adresse an. Wer zu Kunden fährt, kann stattdessen ein Einzugsgebiet festlegen und die Adresse ausblenden.
- Kontaktdaten und Website ergänzen: Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten – überall genau so, wie sie auch auf Ihrer Website und in anderen Verzeichnissen stehen.
- Unternehmen bestätigen: Google verlangt eine Bestätigung, je nach Unternehmen per Videoaufnahme, Telefon, E-Mail oder Postkarte. Erst danach ist das Profil vollständig sichtbar und bearbeitbar.
So wird aus dem Profil ein Anfrage-Kanal
| Bereich | Was Sie tun sollten |
|---|---|
| Beschreibung | Bis zu 750 Zeichen: was Sie anbieten, für wen und wo. Die wichtigsten Begriffe gehören in die ersten Sätze. Links und Werbeaktionen sind in der Beschreibung nicht erlaubt. |
| Dienstleistungen | Jede Leistung einzeln anlegen, mit einem Satz Beschreibung. Das hilft bei Suchen nach genau diesen Leistungen. |
| Fotos | Echte Bilder von Team, Räumen und Arbeit – keine Stockfotos. |
| Beiträge | Neuigkeiten, Veranstaltungen oder neue Fachartikel posten, mit Bild und Link. |
| Bewertungen | Zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung bitten und auf jede Bewertung antworten. |
Beiträge richtig nutzen
- Ein klarer Anlass: ein neuer Artikel, ein Termin, ein Angebot oder eine Veranstaltung.
- Ein gutes Bild: im Querformat 4:3, gut lesbar auch auf dem Smartphone.
- Ein Button mit Link: etwa „Weitere Informationen“ zur passenden Seite.
- Keine Telefonnummer im Text: Beiträge mit Telefonnummer im Fließtext lehnt Google häufig ab.
Bewertungen: Vertrauen und Sichtbarkeit
Bewertungen beeinflussen, ob jemand anruft oder weiterklickt – und zählen zu den Faktoren für die lokale Sichtbarkeit. Bitten Sie zufriedene Kunden direkt nach einem guten Abschluss um eine Bewertung, etwa mit einem Kurzlink aus dem Profil. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf kritische: sachlich, freundlich und ohne vertrauliche Details. Gekaufte oder gefilterte Bewertungen verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Wie Sie mit unberechtigten Bewertungen umgehen, lesen Sie in unserem Artikel zum Bewertungsmanagement.
Beispiele aus der Praxis
| Unternehmen | Wichtigster Hebel |
|---|---|
| Kanzlei | Rechtsgebiete als Dienstleistungen anlegen, vollständiger Name und Fachanwaltstitel genau wie auf der Website |
| Handwerksbetrieb | Einzugsgebiet festlegen, Vorher-nachher-Fotos von Projekten |
| Restaurant | Speisekarte, aktuelle Öffnungszeiten an Feiertagen, viele Fotos |
| Dienstleister ohne Ladenlokal | Adresse ausblenden, Einzugsgebiet angeben, Beiträge mit Fachartikeln |
Häufige Fehler
- Uneinheitliche Angaben: Name, Adresse oder Telefonnummer weichen von der Website oder anderen Verzeichnissen ab.
- Keywords im Firmennamen: Zusätze wie „Anwalt Düsseldorf günstig“ im Namen verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen.
- Profil einmal anlegen und vergessen: Veraltete Öffnungszeiten und unbeantwortete Bewertungen kosten Vertrauen.
- Privates Konto als Inhaber: Verlässt die Person das Unternehmen, ist der Zugang weg. Legen Sie mindestens zwei Verwalter an.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis mein Profil sichtbar ist?
Nach der Bestätigung meist wenige Tage. Bei Bestätigung per Video oder Postkarte kann es länger dauern.
Kostet das Unternehmensprofil etwas?
Nein, es ist kostenlos. Vorsicht bei Anrufen oder E-Mails, die kostenpflichtige „Einträge bei Google“ verkaufen wollen.
Kann ich mehrere Standorte verwalten?
Ja. Für mehrere Standorte lohnt sich die Verwaltung über eine Unternehmensgruppe, damit alle Profile zentral gepflegt werden können.
Fazit
Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos, schnell eingerichtet und für lokale Suchen oft der erste Eindruck. Wer Angaben einheitlich hält, Leistungen sauber anlegt, regelmäßig Beiträge veröffentlicht und auf Bewertungen antwortet, macht daraus einen echten Anfrage-Kanal. Weitere Gründe für fehlende Sichtbarkeit finden Sie im Artikel „Google findet meine Website nicht“.
Quellen
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