Keyword-Optionen in Google Ads: genau, Wortgruppe, weitgehend
Genau passend, passende Wortgruppe oder weitgehend passend? So funktionieren die Keyword-Optionen in Google Ads und welche Mischung sich in der Praxis bewährt.
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Keyword-Optionen (Match Types) legen in Google Ads fest, wie genau eine Suchanfrage zum gebuchten Keyword passen muss, damit eine Anzeige erscheinen kann. Sie entscheiden damit über Reichweite und Treffsicherheit einer Kampagne – und über einen großen Teil des Budgets.
Die drei Keyword-Optionen
| Option | Schreibweise | Beispiel: Keyword „Kündigung Abfindung“ | Reichweite |
|---|---|---|---|
| Genau passend | [Kündigung Abfindung] | Suchen mit derselben Bedeutung, z. B. „Abfindung bei Kündigung“ | Gering, sehr gezielt |
| Passende Wortgruppe | "Kündigung Abfindung" | Suchen, die die Bedeutung enthalten, z. B. „Kündigung Abfindung berechnen“ | Mittel |
| Weitgehend passend | Kündigung Abfindung | Auch verwandte Suchen, z. B. „Aufhebungsvertrag Anwalt“ | Hoch, weniger kontrollierbar |
Auch „genau passend“ bedeutet heute nicht mehr buchstäblich gleich: Google spielt Anzeigen auch bei sogenannten nahen Varianten aus, etwa Plural, Tippfehlern oder Umstellungen mit derselben Bedeutung.
Weitgehend passend und Smart Bidding
Google empfiehlt inzwischen, weitgehend passende Keywords mit automatischen Gebotsstrategien zu kombinieren. Die Idee: Die KI erkennt anhand vieler Signale, welche Suchen zu Conversions führen, und bietet entsprechend. Das funktioniert umso besser, je mehr verlässliche Conversion-Daten vorliegen – und umso schlechter, je spezialisierter die Suchbegriffe sind.
Unsere Erfahrung: eine bewusste Mischung
In unseren Kampagnen setzen wir auf eine Kombination:
- Suchkampagnen mit genau passenden Keywords für die wichtigsten, klar umrissenen Anliegen. Hier wollen wir volle Kontrolle darüber, bei welchen Suchen wir erscheinen und auf welcher Landingpage Besucher landen.
- Kampagnen mit automatischen Geboten und breiterer Ausspielung, etwa Performance Max, die wir mit geringem Budget trainieren, bis sie gute Ergebnisse liefern. Erst dann bekommen sie mehr Budget.
So bleibt das Kerngeschäft planbar, während die automatisierten Kampagnen in Ruhe lernen können. Mehr dazu im Artikel zu den Gebotsstrategien.
Welche Option passt wann?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Kleines Budget, klare Anliegen | Genau passend und passende Wortgruppe |
| Wenig Conversion-Daten | Genau passend, breitere Optionen erst später |
| Viele verlässliche Conversions, Ziel Reichweite | Weitgehend passend mit Smart Bidding testen |
| Hochspezialisierte Themen, etwa Rechtsgebiete | Genau passend mit spezialisierten Landingpages |
| Großes Sortiment im Onlineshop | Breitere Optionen oder Performance Max mit Produktfeed |
Häufige Fehler
- Weitgehend passend ohne Conversion-Tracking: Die Kampagne optimiert blind und kauft teure, unpassende Klicks.
- Doppelte Keywords in mehreren Kampagnen: Eigene Anzeigen konkurrieren miteinander.
- Keine Ausschlüsse: Begriffe wie „Jobs“, „Gehalt“ oder „Muster“ ziehen unpassende Suchen an.
Fazit
Keyword-Optionen sind die Stellschraube zwischen Reichweite und Kontrolle. Wer das Kerngeschäft mit genau passenden Keywords absichert und breitere Optionen bewusst und mit sauberer Messung testet, bekommt das Beste aus beiden Welten. Wie Google die Suchbegriffe zusätzlich per KI erweitern kann, erklärt der Eintrag zu AI Max.