Performance Max: So funktionieren PMax-Kampagnen

Was ist Performance Max in Google Ads? Funktionsweise, für wen sich PMax eignet, worauf es bei Leads ankommt und welche Kontrolle Sie haben.

Inhalt 9 Abschnitte
  1. Was ist Performance Max?
  2. Wie funktioniert Performance Max?
  3. Für wen eignet sich Performance Max?
  4. Wie viel Kontrolle gibt es?
  5. Unsere Erfahrung im Lead-Geschäft
  6. Best Practices
  7. Häufige Fragen
  8. Fazit
  9. Quellen

Performance Max (kurz PMax) ist ein Kampagnentyp in Google Ads, der mit einer einzigen Kampagne auf allen Google-Kanälen wirbt – Suche, YouTube, Display, Gmail, Discover und Maps. Google entscheidet dabei weitgehend automatisch, welche Anzeige wem wo gezeigt wird, um möglichst viele Conversions zu erzielen.

Was ist Performance Max?

Google hat Performance Max im November 2021 für alle Werbetreibenden eingeführt. Statt für jeden Kanal eine eigene Kampagne zu bauen, liefern Werbetreibende Bausteine: Texte, Bilder, Videos, ein Ziel und ein Budget. Die Ausspielung, die Gebote und die Zusammenstellung der Anzeigen übernimmt Googles Automatisierung.

Wie funktioniert Performance Max?

Was Sie vorgebenWas Google übernimmt
Conversion-Ziel und BudgetGebote für jede einzelne Auktion
Asset-Gruppen mit Texten, Bildern und VideosZusammenstellung der Anzeigen je Kanal und Format
Zielgruppensignale, etwa Kundenlisten oder InteressenAuswahl der Personen, denen die Anzeigen gezeigt werden
Ausschlüsse, z. B. Marken oder KeywordsVerteilung des Budgets über die Kanäle

Zielgruppensignale sind dabei keine feste Ausrichtung, sondern Hinweise. Google nutzt sie als Startpunkt und erweitert die Ausspielung, wenn es dort mehr Conversions erwartet.

Für wen eignet sich Performance Max?

  • Gut geeignet: Onlinehändler mit Produktfeed, Unternehmen mit sauberem Conversion-Tracking und genug Conversions, damit die Automatisierung lernen kann.
  • Mit Vorsicht: Lead-Gewinnung, besonders bei hochwertigen Anfragen wie Mandaten oder B2B-Projekten. Ohne Rückmeldung zur Qualität optimiert PMax auf möglichst viele Formulare – nicht auf die besten.
  • Eher nicht geeignet: Kleine Budgets und Konten mit wenigen Conversions, weil der Kampagne dann die Daten zum Lernen fehlen.

Wie viel Kontrolle gibt es?

Lange galt PMax als „Black Box“. Google hat die Kampagne seitdem schrittweise transparenter gemacht. Heute können Sie unter anderem Markenbegriffe ausschließen, negative Keywords hinterlegen, Einblicke in Suchbegriffe und Kanäle auswerten und die Leistung einzelner Assets vergleichen. Die Steuerung bleibt trotzdem gröber als bei einer klassischen Suchkampagne.

Unsere Erfahrung im Lead-Geschäft

Mit Performance Max erreichen wir oft günstigere Klickpreise als mit Suchkampagnen. Ein großer Teil der Ausspielung läuft dann aber in Discover, auf YouTube und im Display-Netzwerk – und führt dort häufig zu Anfragen mit geringerer Qualität. Auszuschließende Keywords helfen nur begrenzt, weil die Suchbegriffe stark variieren und oft sehr lang sind. Wir trainieren Performance-Max-Kampagnen deshalb mit geringem Budget und bauen sie erst aus, wenn die Qualität der Anfragen stimmt. Ausführlich in unserem Erfahrungsbericht zu Performance Max. Wie sich die KI-Erweiterung für klassische Suchkampagnen davon unterscheidet, erklärt der Eintrag zu AI Max.

Best Practices

  1. Tracking zuerst: Nur echte, wertvolle Conversions als Ziel definieren – keine Seitenaufrufe oder Klicks auf die Telefonnummer ohne Gespräch.
  2. Gute Assets liefern: Mehrere aussagekräftige Texte, eigene Bilder und mindestens ein Video. Fehlt ein Video, erstellt Google selbst eines, das selten überzeugt.
  3. Ausschlüsse pflegen: Eigene Markenbegriffe, Jobsuchen und unpassende Themen ausschließen.
  4. Mit Suchkampagnen kombinieren: Wichtige Keywords in einer Suchkampagne behalten, um Kontrolle über Texte und Gebote zu haben.
  5. Geduld in der Lernphase: Größere Änderungen setzen das Lernen zurück. Planen Sie einige Wochen ein, bevor Sie urteilen.

Häufige Fragen

Ersetzt Performance Max andere Kampagnentypen?

Für viele Onlinehändler hat PMax die klassischen Shopping-Kampagnen weitgehend abgelöst. Suchkampagnen bleiben aber wichtig, gerade wenn Sie genau steuern wollen, bei welchen Suchanfragen Sie erscheinen.

Warum bringt PMax viele, aber schlechte Leads?

Weil die Kampagne auf das optimiert, was als Conversion gemeldet wird. Zählt jedes abgeschickte Formular gleich, findet Google die günstigsten Formulare – oft von Menschen mit wenig echtem Bedarf. Abhilfe schaffen qualifizierende Klickstrecken und die Rückmeldung echter Abschlüsse.

Fazit

Performance Max ist stark, wenn die Daten stimmen: sauberes Tracking, gute Assets und eine Rückmeldung, welche Conversions wirklich etwas wert sind. Fehlt das, verteilt die Kampagne Budget sehr effizient – nur nicht unbedingt in die richtigen Anfragen. Mehr zur Bewertung von Anfragen lesen Sie im Eintrag zur Lead-Qualifizierung.

Quellen

Oliver Godolt
Strategie, Paid Search & Skalierung

Oliver Godolt

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Schreibt über Google Ads, Lead-Gewinnung und skalierbare Prozesse.

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