Conversions in Google Ads einrichten und richtig tracken

Eine Conversion misst den Erfolg einer Google Ads Kampagne und zählt damit zu den wichtigsten Kennzahlen. Wir zeigen dir, welche Arten von Conversions es gibt und was du beim Conversion-Tracking beachten musst.

Inhalt 9 Abschnitte
  1. Beispiele für Conversions
  2. Primäre und sekundäre Conversions
  3. Wie Conversions gemessen werden
  4. Warum Offline-Conversions so wertvoll sind
  5. So steigern Sie die Zahl und Qualität der Conversions
  6. Häufige Fehler
  7. Häufige Fragen
  8. Fazit
  9. Quellen

Eine Conversion ist eine gewünschte Aktion, die jemand nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Suchtreffer ausführt – zum Beispiel ein Kauf, eine Anfrage, ein Anruf oder eine Terminbuchung. Conversions zeigen, ob Marketing wirklich Ergebnisse bringt, und sind die Grundlage für automatische Gebotsstrategien in Google Ads.

Beispiele für Conversions

GeschäftsmodellTypische ConversionWert für das Unternehmen
OnlineshopKaufabschlussDirekter Umsatz
KanzleiAnfrage über Formular oder Klickstrecke, AnrufMöglicher Mandant
DienstleisterTerminbuchung, AngebotsanfrageMöglicher Auftrag
PortalAbgeschlossene Bedarfsanalyse, Vergleich mit AnfrageLead für Partner

Primäre und sekundäre Conversions

In Google Ads lassen sich Conversion-Aktionen als primär oder sekundär einstufen:

  • Primäre Conversions fließen in die Gebotsstrategie ein – etwa Anfragen, Käufe oder Terminbuchungen.
  • Sekundäre Conversions werden nur beobachtet, zum Beispiel Klicks auf die Telefonnummer, Newsletter-Anmeldungen oder das Aufrufen einer Preisseite.

Wie Conversions gemessen werden

  1. Google-Tag oder Google Tag Manager: Ein Code auf der Website meldet Conversions an Google Ads und Google Analytics 4.
  2. Consent Mode: In der EU ist für personalisierte Messung und Werbung die Einwilligung der Nutzer nötig. Der Consent Mode übermittelt diese Einwilligung an Google und ermöglicht bei fehlender Zustimmung eine datensparsame, modellierte Messung.
  3. Erweiterte Conversions: Gehashte Angaben wie die E-Mail-Adresse aus einem Formular verbessern die Zuordnung – nur mit Einwilligung und im Einklang mit dem Datenschutz.
  4. Offline-Conversions: Was nach der Anfrage passiert, etwa ein unterschriebenes Mandat, lässt sich aus dem CRM zurück an Google Ads melden. Dafür wird bei der Anfrage die Klick-ID (GCLID) gespeichert.

Ausführlich erklärt im Eintrag zum Conversion-Tracking.

Warum Offline-Conversions so wertvoll sind

Gerade bei Anfragen entscheidet sich der Erfolg erst nach dem Klick: Nicht jede Anfrage wird zum Kunden. Wer Google Ads mitteilt, welche Anfragen tatsächlich zu Mandaten oder Aufträgen wurden, ermöglicht der Gebotsstrategie, auf echte Abschlüsse statt auf bloße Formulareingänge zu optimieren. Voraussetzung ist ein System, in dem jede Anfrage mit Status und Verlauf erfasst wird – mehr dazu auf unserer Seite zu Lead-Systemen.

So steigern Sie die Zahl und Qualität der Conversions

  1. Passende Landingpages: Jede Anzeige führt auf eine Seite, die die Frage in wenigen Sätzen beantwortet.
  2. Einfache Formulare oder Klickstrecken: Wenige, gezielte Fragen statt langer Formulare – siehe Klickstrecke.
  3. Saubere Keywords: Mit Negative Keywords unpassende Suchanfragen ausschließen.
  4. Richtige Gebotsstrategie: „Conversions maximieren“ oder „Ziel-CPA“ erst einsetzen, wenn genügend verlässliche Conversion-Daten vorhanden sind.
  5. Testen und messen: Anzeigen und Zielseiten vergleichen und die Conversion-Rate beobachten.

Häufige Fehler

  • Doppelt gezählte Conversions: Etwa wenn Google Ads und importierte GA4-Ziele dieselbe Aktion messen.
  • Seitenaufrufe als Conversion: Der Aufruf einer Danke-Seite ohne echte Aktion verfälscht die Daten.
  • Keine Werte hinterlegt: Wer unterschiedlich wertvolle Conversions gleich behandelt, optimiert ungenau.
  • Einwilligung nicht berücksichtigt: Ohne Consent Mode gehen in der EU viele Messdaten verloren oder werden unzulässig erhoben.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Conversion und Lead?

Ein Lead ist ein Kontakt mit Interesse, etwa eine Anfrage. Die Anfrage selbst ist eine Conversion. Bei Leadgenerierung ist die Conversion also meist der Moment, in dem ein Lead entsteht.

Wie viele Conversions braucht eine automatische Gebotsstrategie?

Je mehr verlässliche Daten, desto besser. Bei sehr wenigen Conversions pro Monat lohnt es sich, zunächst mit einfacheren Strategien zu starten und die Messung zu verbessern.

Fazit

Conversions sind die Brücke zwischen Werbeausgaben und Geschäftserfolg. Wer sauber misst, nur echte Ergebnisse als primär zählt und Abschlüsse aus dem CRM zurückmeldet, macht aus Google Ads ein System, das auf Kunden statt auf Klicks optimiert. Mehr dazu auf unserer Seite zu Google Ads.

Quellen

Aus dem Maschinenraum

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