Paginierung: Seitenaufteilung richtig umsetzen

Paginierung wird auf Webseiten verwendet, um lange Listen von Inhalten wie Produkten oder Artikeln in mehrere Seiten aufzuteilen

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  • Aktualisiert am
Inhalt 9 Abschnitte
  1. Wann ist Paginierung sinnvoll?
  2. Was sich geändert hat: rel="next" und rel="prev"
  3. Best Practices für SEO-freundliche Paginierung
  4. Beispiel für eine saubere Umsetzung
  5. Paginierung, „Mehr laden“ oder Endlos-Scrollen?
  6. Häufige Fehler
  7. Häufige Fragen
  8. Fazit
  9. Quellen

Paginierung bezeichnet die Aufteilung von Inhalten auf mehrere Seiten, etwa bei Artikelübersichten, Produktlisten oder Verzeichnissen. Nutzer blättern über Seitenzahlen oder „Weiter“-Links. Für Suchmaschinen ist entscheidend, dass jede dieser Seiten erreichbar ist und sauber eingeordnet werden kann.

Wann ist Paginierung sinnvoll?

Immer dann, wenn eine Liste zu lang für eine einzelne Seite wird: Blog- und Glossar-Übersichten, Kategorien in Onlineshops, Verzeichnisse oder Suchergebnisse auf der eigenen Website. Paginierung hält Ladezeiten niedrig und macht große Mengen an Inhalten überschaubar.

Was sich geändert hat: rel="next" und rel="prev"

Lange galt die Empfehlung, paginierte Seiten mit rel="next" und rel="prev" zu verbinden. Google hat 2019 bekannt gegeben, diese Angaben schon seit Jahren nicht mehr als Signal für die Indexierung zu nutzen. Sie schaden nicht und können für andere Suchmaschinen oder Browser hilfreich sein – eine SEO-Wirkung bei Google haben sie aber nicht mehr.

Best Practices für SEO-freundliche Paginierung

EmpfehlungWarum
Jede Seite hat eine eigene URLZum Beispiel /blog/?seite=2. Inhalte, die nur per Klick ohne neue Adresse nachgeladen werden, findet Google oft nicht.
Echte Links mit hrefSeitenzahlen und „Weiter“ als <a href="…"> umsetzen, nicht nur als JavaScript-Schaltfläche.
Selbstreferenzierender CanonicalSeite 2 verweist im Canonical-Tag auf sich selbst, nicht auf Seite 1 – sonst gelten die Inhalte dort als Duplikat und werden womöglich nicht erfasst.
Erste Seite ohne ParameterSeite 1 ist die normale Übersichts-URL, nicht zusätzlich ?seite=1.
Kein noindex auf FolgeseitenWer Folgeseiten auf noindex setzt, erschwert es Google, die dort verlinkten Inhalte zu finden.
Sinnvolle SeitengrößeGenug Einträge pro Seite, damit Inhalte nicht in sehr tiefen Ebenen verschwinden.

Beispiel für eine saubere Umsetzung

<!-- Im <head> von Seite 2 -->
<link rel="canonical" href="https://www.beispiel.de/blog/?seite=2">

<!-- Navigation am Ende der Liste -->
<nav aria-label="Seitennavigation">
  <a href="https://www.beispiel.de/blog/">Zurück</a>
  <a href="https://www.beispiel.de/blog/">1</a>
  <span aria-current="page">2</span>
  <a href="https://www.beispiel.de/blog/?seite=3">3</a>
  <a href="https://www.beispiel.de/blog/?seite=3">Weiter</a>
</nav>

Paginierung, „Mehr laden“ oder Endlos-Scrollen?

VarianteFür NutzerFür Suchmaschinen
Klassische PaginierungGute Orientierung, Seiten lassen sich teilenZuverlässig, wenn jede Seite eine URL hat
„Mehr laden“-ButtonBequem auf dem SmartphoneNur sicher, wenn es zusätzlich verlinkte Seiten-URLs gibt
Endlos-ScrollenFlüssig, aber schwer wiederzufindenRiskant ohne paginierte Seiten im Hintergrund

Wer „Mehr laden“ oder Endlos-Scrollen nutzt, sollte im Hintergrund trotzdem paginierte URLs mit echten Links bereitstellen.

Häufige Fehler

  • Alle Folgeseiten mit Canonical auf Seite 1: Die Einträge auf Seite 2 und folgenden werden dadurch schlechter gefunden.
  • Navigation nur per JavaScript: Ohne href kann der Crawler nicht weiterblättern.
  • Filter- und Sortierparameter ohne Plan: Viele Kombinationen erzeugen unzählige fast gleiche URLs – das belastet das Crawling.
  • Leere Seiten: Eine Seite 12 ohne Inhalte sollte mit 404 antworten, nicht mit einer leeren Liste.

Häufige Fragen

Sollen paginierte Seiten in der Sitemap stehen?

Nicht nötig. Wichtig ist, dass die eigentlichen Inhalte, also Artikel oder Produkte, in der XML-Sitemap stehen.

Ist eine „Alle anzeigen“-Seite besser?

Bei überschaubaren Listen kann sie sinnvoll sein. Bei langen Listen wird sie schnell langsam – dann ist klassische Paginierung die bessere Wahl.

Fazit

Gute Paginierung ist heute vor allem saubere Technik: eigene URLs, echte Links, selbstreferenzierende Canonicals und kein noindex auf Folgeseiten. Dann finden Nutzer und Suchmaschinen alle Inhalte – auch auf Seite 5. Mehr Grundlagen dazu im Eintrag zum technischen SEO.

Quellen

Christian Hollmann
Search, GEO & Informationsarchitektur

Christian Hollmann

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Verantwortet die Sichtbarkeit unserer Portale in Google und KI-Suchsystemen.

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