Hreflang: Sprachversionen für Google richtig verknüpfen
Hreflang ist eine HTML-Meta-Auszeichnung, die zur Kennzeichnung von mehrsprachigen und multiregionalen Inhalten auf Websites verwendet wird
Inhalt 8 Abschnitte
Hreflang ist eine Angabe im HTML-Code oder in der XML-Sitemap, die Suchmaschinen mitteilt, welche Sprach- oder Länderversionen einer Seite es gibt. So zeigt Google Nutzern die passende Version – etwa die deutsche Seite in Deutschland und die englische für englischsprachige Suchen.
So sieht hreflang aus
Ein Beispiel von unserer eigenen Website: Die deutsche und die englische Startseite verweisen gegenseitig aufeinander, dazu kommt eine Standardversion.
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://www.leadsleader.de/">
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.leadsleader.de/en/">
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.leadsleader.de/">
Genau dieselben drei Zeilen stehen auf beiden Seiten – auf der deutschen und auf der englischen. Jede Seite nennt also sich selbst und ihr Gegenstück.
Die wichtigsten Werte
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
de | Deutsch, unabhängig vom Land |
de-AT, de-CH | Deutsch speziell für Österreich bzw. die Schweiz |
en | Englisch, unabhängig vom Land |
en-GB, en-US | Englisch für Großbritannien bzw. die USA |
x-default | Die Version für alle, zu deren Sprache es keine eigene Seite gibt |
Die Sprache steht immer vorn (nach ISO 639-1), das Land optional dahinter (nach ISO 3166-1). Ein Land allein, etwa nur AT, ist nicht zulässig. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle – de-at und de-AT sind gleichwertig.
Drei Wege der Umsetzung
| Weg | Geeignet für |
|---|---|
| Im HTML-Kopf | Kleinere Websites und einzelne Seiten – am leichtesten zu prüfen |
| In der XML-Sitemap | Große Websites mit vielen Sprachversionen |
| Im HTTP-Header | Dateien ohne HTML, etwa PDFs |
Am besten wählen Sie einen Weg und bleiben dabei. Mehrere Wege gleichzeitig sind erlaubt, führen aber schnell zu Widersprüchen.
Die Regeln, die man kennen muss
- Gegenseitig verweisen: Zeigt die deutsche Seite auf die englische, muss die englische auch auf die deutsche zeigen. Fehlt der Rückverweis, ignoriert Google die Angabe.
- Auf sich selbst verweisen: Jede Seite nennt auch ihre eigene Version.
- Nur echte Gegenstücke verknüpfen: Hreflang verbindet Seiten mit gleichem Inhalt in anderer Sprache – nicht irgendeine englische Seite mit irgendeiner deutschen.
- Zum Canonical passen: Jede Sprachversion verweist mit ihrem Canonical Tag auf sich selbst, nicht auf die Hauptsprache.
- Nur erreichbare Seiten nennen: Keine weitergeleiteten, gesperrten oder auf
noindexgesetzten Adressen.
Häufige Fehler
- Fehlende Rückverweise zwischen den Sprachversionen.
- Ungültige Codes, etwa
en-UKstatten-GBoder ein Land ohne Sprache. - Canonical auf die Hauptsprache: Die anderen Versionen verschwinden aus den Ergebnissen.
- Verweise auf Weiterleitungen oder 404-Seiten, oft nach einem Relaunch.
- Maschinell übersetzte Seiten ohne Prüfung: Hreflang hilft nur, wenn die Übersetzung wirklich gut ist.
Hreflang prüfen
Die Angaben lassen sich im Quellcode der Seite prüfen oder mit einem Crawler wie Screaming Frog, der fehlende Rückverweise und ungültige Codes für die ganze Website anzeigt. Wichtig ist auch der Blick in die Leistungsdaten der Google Search Console, gefiltert nach Ländern: Erscheint in jedem Land die passende Version?
Fazit
Hreflang sorgt dafür, dass Google jedem Nutzer die passende Sprach- oder Länderversion zeigt. Gegenseitige Verweise, gültige Codes und ein selbstreferenzierender Canonical sind dabei die wichtigsten Regeln. Mehr zur technischen Basis im Eintrag zum technischen SEO.


