Suchbegriffbericht: Streuverluste in Google Ads finden
Der Suchbegriffbericht zeigt, wofür Sie in Google Ads wirklich bezahlen. So werten Sie ihn aus – mit Beispielen aus Verkehrs- und Arbeitsrecht.
Inhalt 6 Abschnitte
Der Suchbegriffbericht in Google Ads zeigt, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen Ihre Anzeigen erschienen sind und angeklickt wurden. Er ist das wichtigste Werkzeug, um Streuverluste zu finden – und um neue, gute Suchbegriffe zu entdecken.
Keyword und Suchbegriff sind nicht dasselbe
| Keyword | Suchbegriff | |
|---|---|---|
| Was | Der Begriff, den Sie buchen | Was jemand tatsächlich bei Google eingibt |
| Beispiel | „Anwalt Arbeitsrecht“ | „Anwalt Arbeitsrecht Kündigung Probezeit Hamburg“ |
| Steuerung | Durch Sie | Durch Google, je nach Keyword-Option |
Je breiter die Keyword-Optionen, desto mehr unterschiedliche Suchbegriffe lösen eine Anzeige aus – und desto wichtiger wird der Bericht.
Was der Bericht zeigt
- Den Suchbegriff und das Keyword, das ihn ausgelöst hat.
- Impressionen, Klicks, Kosten und Conversions je Suchbegriff.
- Den Status: ob der Suchbegriff bereits als Keyword oder als Ausschluss hinterlegt ist.
Aus Datenschutzgründen zeigt Google Suchbegriffe mit sehr wenigen Suchen nicht einzeln an. Ein Teil der Kosten bleibt deshalb immer ohne genauen Suchbegriff. Für Performance Max stellt Google inzwischen ebenfalls Suchbegriffsdaten bereit.
So arbeiten Sie mit dem Bericht
- Regelmäßig prüfen: in neuen Kampagnen wöchentlich, später mindestens monatlich.
- Nach Kosten sortieren: Teure Suchbegriffe ohne Conversion zuerst ansehen.
- Unpassendes ausschließen: als Negative Keywords auf der passenden Ebene.
- Gutes übernehmen: Suchbegriffe mit Anfragen als eigene Keywords anlegen – oft mit eigener Anzeigengruppe und Landingpage.
- Muster erkennen: Wiederkehrende Wörter wie „kostenlos“, „Muster“ oder „Jobs“ gehören auf eine Ausschlussliste für alle Kampagnen.
Unsere Erfahrung: Es kommt auf das Rechtsgebiet an
Welche Suchbegriffe ausgeschlossen werden sollten, hängt stark vom Bereich ab. Zwei Beispiele aus unseren Kampagnen:
- Verkehrsrecht: Suchen nach „Strafzettel“ oder „Umweltzone“ sind Klassiker. Meist geht es um kleine Beträge, bei denen sich kaum jemand anwaltliche Hilfe holt.
- Arbeitsrecht: Suchen zum Thema „Mobbing“ führen bei uns selten zu Anfragen. Das Anliegen liegt oft noch vor einer Kündigung oder einem konkreten Rechtsstreit – die Menschen informieren sich, suchen aber noch keinen Anwalt.
Häufige Fehler
- Den Bericht nie öffnen: der häufigste Grund für teure Streuverluste.
- Zu breit ausschließen: Ein einzelnes Wort als weitgehend passender Ausschluss kann viele gute Suchen blockieren.
- Nur auf Klicks schauen: Entscheidend sind Conversions und die Qualität der Anfragen.
Fazit
Der Suchbegriffbericht zeigt, wofür Sie wirklich bezahlen. Wer ihn regelmäßig auswertet, Unpassendes ausschließt und gute Suchbegriffe gezielt ausbaut, senkt die Kosten pro Anfrage spürbar. Mehr im Eintrag zu Google Ads.


