Responsive Suchanzeigen: Aufbau, Anpinnen und Tipps

Responsive Suchanzeigen in Google Ads: bis zu 15 Überschriften, 4 Beschreibungen, wann Anpinnen sinnvoll ist und worauf Kanzleien achten sollten.

Inhalt 7 Abschnitte
  1. So sind sie aufgebaut
  2. Gute Überschriften schreiben
  3. Anpinnen: Kontrolle gegen Reichweite
  4. Anzeigeneffektivität
  5. Automatisch erzeugte Texte
  6. Fazit
  7. Quellen

Responsive Suchanzeigen (RSA) sind das Standardformat für Textanzeigen in der Google-Suche. Sie liefern mehrere Überschriften und Beschreibungen, und Google stellt daraus für jede Suche automatisch die passendste Kombination zusammen.

So sind sie aufgebaut

ElementAnzahlLänge
Überschriftenbis zu 15, mindestens 3je 30 Zeichen
Beschreibungenbis zu 4, mindestens 2je 90 Zeichen
Pfad2 Felder für die angezeigte Adresseje 15 Zeichen

Angezeigt werden meist zwei bis drei Überschriften und ein bis zwei Beschreibungen. Ergänzt werden die Anzeigen durch Assets wie Sitelinks oder Zusatzinformationen – siehe Assets. Die früheren erweiterten Textanzeigen mit festem Text lassen sich seit 2022 nicht mehr neu erstellen.

Gute Überschriften schreiben

  1. Den Suchbegriff aufgreifen: Mindestens zwei Überschriften enthalten das Thema der Anzeigengruppe.
  2. Unterschiedliche Botschaften: Nutzen, Beweis, nächster Schritt – nicht fünfzehnmal dasselbe in anderen Worten.
  3. Konkret werden: Fristen, Zahlen, Orte, Erreichbarkeit.
  4. Jede Überschrift muss allein funktionieren: Google kombiniert sie frei.

Beispiel für eine Anzeigengruppe „Kündigung Arbeitsrecht“: „Kündigung erhalten?“, „Fachanwalt für Arbeitsrecht“, „Ersteinschätzung in 24 Stunden“, „Frist: 3 Wochen ab Zugang“, „Abfindung prüfen lassen“, „Kanzlei in Hamburg-Mitte“.

Anpinnen: Kontrolle gegen Reichweite

Mit der Funktion „Anpinnen“ legen Sie fest, dass eine Überschrift immer an einer bestimmten Position erscheint. Das gibt Kontrolle, verringert aber die Zahl der möglichen Kombinationen – und damit Googles Spielraum, die beste Variante zu finden.

Anpinnen sinnvollBesser frei lassen
Pflichtangaben und Hinweise, die immer sichtbar sein müssenWerbliche Varianten zum Testen
Berufsrechtlich sensible Formulierungen, die nur in bestimmter Form erscheinen dürfenNutzenversprechen und Handlungsaufforderungen
Die Kernaussage zum Thema an Position 1Alles, was in jeder Reihenfolge Sinn ergibt

Anzeigeneffektivität

Google bewertet jede Anzeige mit einer Anzeigeneffektivität von „Schlecht“ bis „Sehr gut“ – je nach Zahl, Vielfalt und Relevanz der Texte. Die Bewertung ist ein Hinweis für die Vollständigkeit, kein direkter Erfolgsmaßstab. Entscheidend sind Klickrate, Conversions und die Qualität der Anfragen.

Automatisch erzeugte Texte

Google kann Überschriften und Beschreibungen auch selbst erzeugen, etwa über die Textanpassung in AI Max. Das erhöht die Reichweite, kann aber zu Formulierungen führen, die nicht zu Ihrem Angebot oder zu rechtlichen Vorgaben passen. Prüfen Sie regelmäßig, welche Texte tatsächlich ausgespielt werden.

Fazit

Responsive Suchanzeigen funktionieren am besten mit vielen unterschiedlichen, für sich verständlichen Überschriften. Anpinnen ist ein Werkzeug für Pflicht- und sensible Inhalte, kein Standard. Wie die Anzeigenqualität Position und Kosten beeinflusst, erklärt der Eintrag zum Qualitätsfaktor.

Quellen

Oliver Godolt
Strategie, Paid Search & Skalierung

Oliver Godolt

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Schreibt über Google Ads, Lead-Gewinnung und skalierbare Prozesse.

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