Remarketing: Frühere Besucher gezielt wieder ansprechen

Remarketing ist eine Online-Marketingstrategie, bei der gezielte Anzeigen an Personen ausgeliefert werden, die zuvor eine Website besucht haben

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Inhalt 5 Abschnitte
  1. So funktioniert Remarketing
  2. Arten von Remarketing in Google Ads
  3. Datenschutz und Einwilligung
  4. Best Practices
  5. Fazit

Remarketing (auch Retargeting) bedeutet, Menschen erneut mit Werbung anzusprechen, die bereits Kontakt zu Ihrem Unternehmen hatten – etwa Ihre Website besucht, ein Video gesehen oder eine Anfrage begonnen haben. Weil sie das Angebot schon kennen, reagieren sie meist deutlich besser als neue Zielgruppen.

So funktioniert Remarketing

  1. Besucher erfassen: Ein Tag auf der Website, etwa über Google Ads oder Google Analytics, merkt sich mit Einwilligung, wer welche Seiten besucht hat.
  2. Listen bilden: Zum Beispiel „alle Besucher der Leistungsseite“ oder „Klickstrecke begonnen, aber nicht abgeschlossen“.
  3. Gezielt ansprechen: Diese Listen erhalten passende Anzeigen im Displaynetzwerk, auf YouTube oder in der Suche.

Arten von Remarketing in Google Ads

ArtEinsatz
Website-BesucherAnzeigen im Displaynetzwerk und auf YouTube für frühere Besucher
Remarketing in der SucheHöhere Gebote oder eigene Anzeigen, wenn frühere Besucher erneut suchen
YouTube-ZuschauerAnzeigen für Menschen, die Ihre Videos gesehen haben
KundenlistenHochgeladene, verschlüsselte Kontaktdaten bestehender Kunden – etwa um sie auszuschließen oder ähnliche Zielgruppen zu erreichen

Datenschutz und Einwilligung

Remarketing setzt in der EU eine wirksame Einwilligung der Besucher voraus. Seit März 2024 verlangt Google für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum zudem, dass Einwilligungssignale über den sogenannten Consent Mode übermittelt werden – sonst können Remarketing-Listen nicht mehr befüllt werden. Ein sauber eingerichtetes Einwilligungsbanner ist damit Pflicht.

Best Practices

  1. Nach Absicht unterscheiden: Wer eine Klickstrecke begonnen hat, ist näher an der Anfrage als jemand, der nur einen Ratgeber gelesen hat.
  2. Passende Botschaft: Den nächsten Schritt anbieten, statt die erste Anzeige zu wiederholen.
  3. Häufigkeit begrenzen: Zu viele Einblendungen wirken aufdringlich.
  4. Kunden ausschließen: Wer bereits angefragt oder gekauft hat, braucht keine Anzeige mehr für dasselbe Angebot.
  5. Laufzeit festlegen: Wie lange jemand in einer Liste bleibt, sollte zur Entscheidungsdauer passen – Tage bei dringenden Anliegen, Monate bei großen Anschaffungen.

Fazit

Remarketing holt Menschen zurück, die bereits Interesse gezeigt haben – oft der effizienteste Einsatz von Display- und Videowerbung. Mit Einwilligung, klarer Unterscheidung nach Absicht und Rücksicht bei sensiblen Themen wird es zum wirksamen Baustein im Lead Marketing.

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