Anteil an möglichen Impressionen: Sichtbarkeit verstehen

Der Anteil an möglichen Impressionen zeigt, wie viel Reichweite verloren geht – durch Budget oder Rang. So nutzen Sie die Kennzahl für bessere Entscheidungen.

Inhalt 6 Abschnitte
  1. So wird er berechnet
  2. Die wichtigsten Varianten
  3. Was die Werte verraten
  4. Muss der Anteil möglichst hoch sein?
  5. Gebotsstrategie „Anteil an möglichen Impressionen“
  6. Fazit

Der Anteil an möglichen Impressionen (Impression Share) zeigt in Google Ads, bei wie viel Prozent der Suchen, bei denen Ihre Anzeige hätte erscheinen können, sie tatsächlich erschienen ist. Er macht sichtbar, wie viel Reichweite Ihnen entgeht – und warum.

So wird er berechnet

Anteil an möglichen Impressionen = erhaltene Impressionen ÷ mögliche Impressionen × 100

Beispiel: 6.000 Impressionen bei geschätzt 10.000 möglichen
Anteil = 60 %

Die möglichen Impressionen schätzt Google anhand von Keywords, Ausrichtung, Zeitplan und Qualität.

Die wichtigsten Varianten

KennzahlWas sie zeigt
Anteil an möglichen Impressionen (Suche)Wie oft Ihre Anzeige insgesamt erschienen ist
Verloren (Budget)Anteil, der wegen eines zu knappen Budgets verloren ging
Verloren (Rang)Anteil, der wegen eines zu niedrigen Anzeigenrangs verloren ging – also Gebot oder Qualität
Anteil an Impressionen obenWie oft die Anzeige über den organischen Ergebnissen stand
Anteil an Impressionen ganz obenWie oft die Anzeige an erster Stelle stand

Was die Werte verraten

SituationBedeutungMögliche Reaktion
Hoher Verlust durch BudgetDie Kampagne könnte mehr Anfragen bringenBudget erhöhen, wenn die Kosten pro Anfrage stimmen – oder Ausrichtung schärfen
Hoher Verlust durch RangAndere sind relevanter oder bieten mehrQualität verbessern, siehe Qualitätsfaktor, oder Gebote prüfen
Steigender Verlust durch Rang bei gleichen GebotenDer Wettbewerb nimmt zuSpezialisieren statt mitbieten
Niedriger Anteil bei MarkenbegriffenMitbewerber erscheinen bei Suchen nach Ihrem NamenMarkenkampagne absichern

Muss der Anteil möglichst hoch sein?

Nein. Ein Anteil von 100 Prozent ist bei generischen Suchbegriffen selten wirtschaftlich – die letzten Prozent sind meist die teuersten. Sinnvoll ist ein hoher Anteil vor allem bei Markenbegriffen und bei Suchen mit sehr hoher Abschlusswahrscheinlichkeit. Für alles andere zählt, ob die zusätzlichen Impressionen bezahlbare Anfragen bringen.

Gebotsstrategie „Anteil an möglichen Impressionen“

Google bietet eine eigene Gebotsstrategie, die einen bestimmten Anteil anstrebt, etwa 90 Prozent ganz oben. Sie eignet sich vor allem für Markenkampagnen. Für Anfragen und Verkäufe sind Strategien, die auf Conversions optimieren, meist die bessere Wahl – siehe Smart Bidding.

Fazit

Der Anteil an möglichen Impressionen zeigt, wie viel Sichtbarkeit Ihnen entgeht – und ob der Grund beim Budget oder beim Rang liegt. Damit ist er eine der hilfreichsten Kennzahlen, um Budget- und Optimierungsentscheidungen zu begründen. Mehr Kennzahlen im Eintrag zu den KPIs.

Oliver Godolt
Strategie, Paid Search & Skalierung

Oliver Godolt

Geschäftsführer und Mitgründer von Leadsleader. Schreibt über Google Ads, Lead-Gewinnung und skalierbare Prozesse.

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